Visuelle Interpretation Zeitgebunden

Von den Höhlenwänden bis zum Celluloid

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Visuelle Interpretation Zeitgebunden

Beitragvon turanclancath » 29.12.2005 21:39

am: 29.12.2005 07:24 Titel: Alle interpretationen sind zeitgebunden

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Geschichte wird aber immer wieder neu er- bzw. gefunden und die 'historische Wahrheit' kann je nach Zeit, Ort und an der Betrachtung Beteiligten sehr verschieden ausfallen, ebenso deren Rezeption in diversen Disziplinen.
( citat aus besprechung Marcus Junkelmann ).
Und der link kommt gleich.

http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de ... verlage=37


gruss aus Holland.Don Turan.

Und wie sehr sich unser Bild aenderen kann

http://www.benno-kuppler.de/benno_kuppl ... ter_02.htm

Die Ausstellung Bunte Goeetter ( Muenchen 2004 dann ins Vatikan,Basel ) und jetzt in Amsterdam.
Wir sind alle vielleicht aufgewachsen mit dass Bild von schoene Weisse Statuen etc oder terracotta farbig.
Und voila ein Ganz anderes Bild.

Bild


TEMPORA MUTANTUR.
_________________
NULLA EST IMPOSSIBILE

Als eroefnung Diese sehr interessante besprechung von Marcus Junkelmann."Hollywoods Traum von Rom""( Mainz 2003 ) .
turanclancath
 

VisuelleDarstellung Mode und/auch Propaganda

Beitragvon turanclancath » 29.12.2005 21:56

Natuerlich sind visuelle darstellungen nicht nur mode und kenntniss gebunden aber werden oefters auch als Propaganda benuetzt.
In gemaelde, aber auch in historische Spielfime.
Desshalb muss mann visuelle darstellungen genau wie schriftliche quellen an Quellen Kritik unterwerfen .
In die Augustus statue in vorigen mail ist dass Propaganda aspect sehr deutlich.
Die darrstellungen ins harnisch haben propaganda wert!
Genau wie seine Res Gestae.
So ist die frage in wie weit kann mann visuelle quellen fuer autentike rekonstruktion benuetzen sehr interessant; und gefullt mit viele fallstricke.
Wass wir sehen brauch ganicht so autentisch zu sein aber kann propagandistisch geendert sein kleidung ideal visage unsw.
Gruss aus schneereiches frostiges Holland.
Don Turan :):):)
turanclancath
 

Beitragvon Nika E.S. » 29.12.2005 22:23

Es wird immer dort wo es Lücken gibt passieren, daß man anhand der eigenen Erfahrungen und Ansichten also Sehgewohnheiten, diese interpretatorisch schließt... oder es zumindest versucht.

Bei bildlichen Darstellungen muß man immer klären, welchen Zweck die Darstellung hatte - mit ziemlicher Sicherheit diente sie nur selten dem Zwecke die Wirklichkeit objektiv für die Nachwelt abzubilden. Fast immer hat man es mit überhöhten Ansichten durch den Künstler zu tun.
Dann kann man nie sagen ob der Künstler wußte wie das Subjekt oder Objekt der Darstellung genau aussieht, und vielleicht hat er schon damals mangelndes Wissen durch Phantasie ergänzt.
Ein weiterer Punkt sind ein Mangel an Fertigkeit beim Künstler...
Dann ein wichtiger Punkt: Können wir den Code noch lesen? Wurde ein Symbol, eine Ikone oder Index verwendet dessen oder deren Deutung und Zusammenhang wir nicht mehr kennen, oder die sich verändert hat?
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Haargenau getroffen Ferro die Semiothik

Beitragvon turanclancath » 29.12.2005 23:28

Der Nagel genau in der Rose geschlagen Ferro !
Dass ist dass Semiothik Problem.
Wir kennen nicht oder nur
Lueckenweise die Semiotische Bedeutungen aus vergangene Zeiten.

Die Prehistorische Grotten Malereien ( Lascaux, Altamira uns uns uns ) sind ein klassisches vorbild von die Luecke in unsere Semiothische Kenntnisse.
( Und dann natuerlich dass Problem dass ein Symbol in verschiedene Kulturen in verschiedene Zeitalter ganz verschiedene Bedeutungen kann haben ).
Farben sind ein gutes vorbild Rot zumbeispiel.
Ocker in die prehistorischen Graeber hat eine ganz andere Bedeutung wie die Farbe Rot in Barok Zeitalter .
Auch Umfeld ( context ) ist wichtig.
Viele Gemaelde von Hollaendische/Flaemische Meister wie zsbspiel Von Eyck u.a koennen wir wegen Semiotische Unkenntniss nicht mehr gut verstehen .
Manchmall hat der Meister auch absichtlich geheime Semiotische Botschaften verborgen.
Abend gruss aus Holland.
Die Katzen haben es sogar kalt .
Don Turan :):):)
turanclancath
 

Prehistoria illustrationen

Beitragvon turanclancath » 30.12.2005 09:32

http://donsmaps.com/caselli.html

Diese Prehistoria Illustrationen sind wunderbar.
Der Zeichner ist Archeologe und Illustrator.
Eine gute kombination.
Der ganze link : Dons site Map ist die muhe wert.
Es ist ein Hilfsmittel bei die Bucher von Jane Auel.

Bild

Es ist sehr lehrreich diese visualisierung mit Andere visualisierungen zu vergleichen Zeitbild ,Gesmack,Kenntnis,Kultur,Zeitalter und Propaganda spielen alle eine Rolle bei Visualisierungen.
Bedenken wir nur dass zeitweikich die Nakte Abbidungen von Michelangelo in der Sixtinische Kapelle ein Tuch angepinselt bekommen haben weil nachte Geslechtsteile verpoent waren.

Und wenn mann sich in Museen die Griechische Statuen anschaut fehlen die einsetzbare Geschlechtsteile bei die.Maenner .
Verloren und/oder absichtlich entfernt.???
War einfach nicht erlaubt in Barok.

Ob mann diese Sachen ins Museum magazin verwahrt ????

Gruss aus Holland.
Don Turan :):):)
turanclancath
 

Ein schoener link ueber Historische Spielfilme.

Beitragvon turanclancath » 30.12.2005 11:27

http://www.fordham.edu/halsall/ancient/ ... ovies.html

Hier eine schoene Sammlung Historische Spielfilme
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Beitragvon Nika E.S. » 31.12.2005 16:39

turanclancath hat geschrieben:Und wenn mann sich in Museen die Griechische Statuen anschaut fehlen die einsetzbare Geschlechtsteile bei die.Maenner .
Verloren und/oder absichtlich entfernt.???
War einfach nicht erlaubt in Barok.


In der Glyptothek München waren die Statuen, die Ludwig I. um 1830 aufstellen ließ erst mit einem nachträglich angebrachten eisernen Feigenblatt verhüllt, (das wohl aus dem Barok stammte...) das aber später wieder abgenommen werden konnte...
Es gab dazu vor 5 Jahren mal eine Ausstellung.
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Film und Geschichte

Beitragvon turanclancath » 21.12.2006 09:23

http://ccat.sas.upenn.edu/bmcr/2006/2006-12-23.html

Eine sehr nuetzliche Buchrezension ueber Film und Geschichte.
Don Turan :):):)
turanclancath
 

Beitragvon Nika E.S. » 21.12.2006 13:22

klingt interessant... könnte was für mich sein!
*G*
"Es wäre besser, die Regierung setzte das Volk ab und wählte sich ein Neues."
Bertolt Brecht
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