Dechselklingen mit Pech einkleben?

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Bullenwächter
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Dechselklingen mit Pech einkleben?

Beitrag von Bullenwächter »

Will Lord of the Sone Age klebt hier seine Dechselklinge mit Birkenpech an den Schaft. Siehe Youtubevideo bei ca. 20:00 bis 24:00 Minuten.
https://youtu.be/itWqul03-tw?feature=shared

Gibt es dafür Nachweise?
Macht das Sinn?
Sollten das vielleicht bei Ergersheim 2026 einmal ausprobiert werden?
The day may be near when we must kill to conserve.
"Dekmalschützer" Giles Cato in MIDSOMER-MURDERS Episode The House in the Woods (2005)
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ulfr
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Re: Dechselklingen mit Pech einkleben?

Beitrag von ulfr »

Vielleicht doch lieber mal mit der Objektivschärfe befassen ... :6:

Mesolithische Nachweise gibts meines Wissens nicht, aber Ötzis Kupferbeilklinge ist wohl mit Pech in die Schnabelschäftung eingeklebt worden, wenn ich mich recht erinnere.

Ich finde, viel Sinn macht das Einkleben nicht, denn die Rohhautwicklung allein sorgt für hervorragenden Sitz, wie wir ja jetzt wieder sehen konnten.
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Sculpteur
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Re: Dechselklingen mit Pech einkleben?

Beitrag von Sculpteur »

Wenn der Beitrag auch schon etwas älter ist möchte ich meine Ansichten zum Thema beisteuern: ich bin auch eher der Meinung dass das Einkleben mit Pech keine wesentliche Klebwirkung erzeugen würde, die eine entsprechende Haltbarkeit einer Aufschäftung erzeugt: das Pechbett würde aber eher zu einer größeren Formschlüssigkeit führen. Und die Formschlüssigkeit kann dann wiederum die Festigkeit einer Aufschäftung beeinflussen und idealerweise vergrößern. Es ist meiner Ansicht nach also eher eine gut formschlüssige Aufnahme z.B., einer Klinge an einem Schaft für die Haltbarkeit einer Aufschäftung entscheidend. Wackelt etwas in einer gewickelten Aufschäftung, ist die Aufschäftung vermutlich weniger stabil als mit einem formschlüssigen Auflagerungsbett. Zumindestens habe ich diesen Zusammenhang bei der Verwendung von Wicklungen mit Fasern in Verbindung mit Bienenwachs beobachtet: das Bienenwachs dient dabei einerseits als Fixierung für die Fasern (durch Verklebung) und erzeugt eben eine größere Formschlüssigkeit mit dem Schaft (gut, Adhäsion und die gewisse Klebfähigkeit des Wachses spielen auch eine Rolle, die eigentliche Haltbarkeit resultiert dann aber nicht aus dem Klebstoff sondern aus der Dichtheit und Fixierung der Wicklung).
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