Mädchen von Egtved

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Re: Mädchen von Egtved

Beitragvon Blattspitze » 01.03.2018 11:06

ulfr hat geschrieben:... vorsichtig sein mit verallgemeinernden Schlüssen bezüglich der Mobilität der Bevölkerung.

Sicher sind die Feststellungen nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung, sondern wohl nur für einen Teil der Oberschicht und dies vielleicht auch nur für die Jahre um 1350 v. Chr., aus der die meisten der Nasskern-Funde stammen. Aber für eine nur von den Erhaltungsbedingungen und der Bestattungsart gleichartige "Stichprobe" ist das schon frappierend. Man vergleiche dies auch vor den mit den "alten" archäologischen Methoden Typologie und Verbreitungskarten gewonnen Erkenntnissen für weniger gut erhaltene Bestattungen, wonach es doch einige "fremde" bronzene Frauenaussattungen im Norden gibt, die früher schon in Richtung hoher Mobilität reicher Damen von z.B. Laux interpretiert wurden. Ob "südliche" Bronzeschwerter in nordischen Bestattungen auch für Herren aus dem Süden stehen könnten oder eher für Import der Stücke???

Guter Hinweis Leif, woher die Frauen stammen, ist also noch(?) recht unklar, der Schwarzwald fühlt sich zu sicher. Auf jeden Fall stammen sie aber nicht aus der näheren oder weiteren Umgebung des Fundortes, sondern aus beträchtlicher Entfernung.
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Re: Mädchen von Egtved

Beitragvon TZH » 13.03.2018 16:02

Es könnte ja wirklich um eine weitere Aspekt von der Völkerwanderung gehen, aber ich werfe mal ein Wort rein; etwas, was schon immer gab und leider Gottes immer geben wird: Frauenhandel?
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Re: Mädchen von Egtved

Beitragvon Sculpteur » 13.03.2018 21:55

@TZH:
Möglicherweise aber auch Frauenhändel im Sinne von Arrangement?

Grüße,
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Re: Mädchen von Egtved

Beitragvon Dago » 19.03.2018 00:13

Mich lies die Doku mal wieder nachdenken, warum mache ich überhaupt noch was in der Richtung? Rechereche, irgend ne Leinenhose ind ein Kittel past immer und niemand beschwert sich.
Grüsse
Thorsten Seifert
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Re: Mädchen von Egtved

Beitragvon Sculpteur » 19.03.2018 09:49

@Dago: Das ist das Ergebnis von "Theaterpädagogik", mangelhafter Regiearbeit und desolater Filmfinanzierung. Zuvorderst aber ist es eine:"Egal-Hauptsache-Einstellung".
Ich kann Deinen Frust sehr gut verstehen, weiß ich doch vom Theater aus, wie detailgetreu und professionell sich Kostüme, Schminkmaske und Haarteile herstellen lassen.
Manchmal möchte ich auch alle Griffel nach 10 Jahren intensiver Privatforschung in meinem Bereich hinschmeissen.

Es ist mir ein Rätsel und Mysterium, was man tun muss, um Leuten die wahren Zusammenhänge so nahe zu bringen, dass sie auch erfolgreich ankommen.

Inzwischen koche ich auf möglichst kleiner Flamme, um mich nicht beinahe jeden Tag aufregen zu müssen und beschäftige mich auch endlich einmal mit anderen Dingen...
:rhino:
Grüße, Sculpteur
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