Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

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Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Blattspitze » 07.12.2013 02:08

Im Jahre 1798 gab es einen Aufruhr irischer Rebellen gegen die britische Obrigkeit. Man staune, was für eine Waffe nach der extrem blutigen Niederschlagung auf dem Schlachtfeld gefunden wurde.

"... On the morning of the 5th of June the rebel army charged the town’s defences. Armed mainly with pikes they were met with musket, grape-shot and cannon fire, which caused devastation amongst their ranks. The fighting raged for most of the day and was extremely bloody, with estimates suggesting that close to 3,000 men were killed. By evening the rebels were in full retreat, and the streets of New Ross lay littered with their dead. In the following days, as the bodies of the fallen were collected, an unusual weapon was retrieved from one of the rebel casualties, a Late Bronze Age sword." -
http://irisharchaeology.ie/2013/11/the- ... ENMHu.dpuf


Die Schwertklinge:
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Hier der neue Ledergriff:
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Dago » 10.12.2013 20:07

Sieht nach einem Typ Mindelheim aus. In Kaliningrad wurde nach dem Krieg ein Bronzeschwert aus der Prussia Sammlung Jahrelang, in der Garnisonsküche als Schlachtermesser verwendet.
Grüsse
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Blattspitze » 11.12.2013 15:35

Schlachtermesser? Auch nicht schlecht!

Die "praktische" Sekundärverwendung archäologischer Funde ...

Ein polnischer Kollege hat mir einmal Fotos gezeigt, wo ein Tischler/Zimmermann eine prachtvolle A-Axt der Einzelgrabkultur mit abgebrochener Schneide als Hammer benutzte. Das Schneidenende der Diabasaxt war einige Zentimeter vor dem Schaftloch alt abgebrochen. Der praktisch denkende Mann hat einen Stiel eingeschoben und das Knaufende als Hammerfläche benutzt. Das Stück hatte er schon sehr lange in Benutzung, so daß die urprünglich gerundete Knauffläche schon ganz flach abgearbeitet und die grüne Patina dort verschwunden war. Irgendwo habe ich die Bilder noch ...
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Bullenwächter » 11.12.2013 20:09

Und noch mehr "praktische" Sekundärverwendung archäologischer Funde ...

Denkt nur an die Bauern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts aus Holstein und dem südlichen Jytland, die auf ihren Äckern diese praktischen schwarzgebrannten Keramiktöpfe (Jytepötte) ausgruben und zum Kochen von Schwarzsaurem nutzten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jydepott
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon FlintMetz » 11.12.2013 20:25

Die einzige "Sekundär-Verwendung", die ich beisteuern kann, ist der Originalfundbericht des Thonberger Bronzehelms:
"…ward beim Abriss eines Backofens neben dem Helm allerhand anderes grünspaniges Geraffel gefunden, das an den Dorfschmied verkauft wurde." :10: :11: :4:

Dumm gelaufen - das war´s dann wohl...

Schöne Grüße…

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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon LS » 14.12.2013 12:55

Interessanter Fred, dazu fällt mir spontan ein:
- Als der Sonnenwagen von Trundholm 1902 gefunden wurde, gab der Bauer das Pferd erstmal seinen Kindern zum Spielen.
- Der neolithische Bogen von "Schnidi" (Schnidejoch, 2003) wurde zunächst von deutschen Wanderern als Souvenir mitgenommen und erst zwei Jahre später als Fund gemeldet. Der Bogen ist extrem gut erhalten, aber ich hoffe mal nicht dass die Leute ihn aufgespannt haben...

Grüße, L
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Hans T. » 14.12.2013 15:25

Dago, könnte auch ein Gündlingen sein, wobei es schwierig ist, deutsche Bz.-Kategorien nach IRL zu übertragen,

Sekundärverwendung: Steinbeile bes. natürlich Schuhleistenbeile wurden mitunter als Donnerkeile erkannt und zur Blitzabwehr in den Dachstuhl gesteckt....
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon FlintMetz » 14.12.2013 16:03

@Hans T.: Diese "Donnerkeile" können aber auch z.B. unter der Türschwelle deponiert worden sein, oder waren (wie das abgebildete Stück) irgendwo eingemauert. Dieses Schnuckelchen hat ein Freund von mir im Abriss-Schutt eines alten Bauernhauses (Landkreis Altöting) gefunden und es hatte noch dick den Kalkmörtel dran, als er es mir vorbei brachte.

Schöne Grüße…

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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon LS » 19.12.2013 19:47

Scheibenkeule ... oder watt?
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon FlintMetz » 19.12.2013 22:56

@LS: Würde ich auch so sehen - recht klein und dicklich, aber knackt garantiert jedes Schädeldach aus dem Handgelenk :wink:

Schöne Grüße…

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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon hugo » 20.12.2013 12:28

@Flintmetz: Hat Eric Biermann die Keule schon aufgenommen? Wenn nicht, verständig Du ihn oder gib mir bitte die Daten zum weiterleiten.
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon FlintMetz » 20.12.2013 20:21

@Hugo: Die kennt er sicher noch nicht, denn die ist so neu, dass ich sie gerade eben erst gezeichnet habe. Ich schicke Dir mal die Daten dazu…

Schöne Grüße…

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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon AxtimWalde » 20.12.2013 22:43

Eine praktische Sekundärverwendung hab ich noch.
Bei uns in Lüchow-Dannenberg haben wir ein schönes Absatzbeil bei einem Bauern gefunden, welches er als Spaltkeil eingesetzt hatte. Von den Hammerschläge war der Nacken regelrecht aufgetulpt. Die Schneide hatte er auch noch nachgeschliffen. Letztlich diente es als Vorlage (aber ohne den aufgetulpten Nacken) für die Replik, mit der unter anderem die Fällversuche im Zuge der Errichtung von Langhaus I im AZH durchgeführt wurden.
Gruß
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Dago » 24.12.2013 00:50

Laut P. Endrich gab es das im Spessart öfter, das Randleistenbeile als Spaltkeil verwendet wurden ( Vor und Frühgeschichte am Bayrischen Untermain)
Grüsse
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Re: Im Kampf mit dem Bronzeschwert (1798 !)

Beitragvon Blattspitze » 25.11.2014 09:27

Wieder eine praktische Sekundärverwendung aus GB:
Kultschwertklinge (Rapier) als Türstopper:
http://www.bbc.com/news/uk-england-norfolk-30175083
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