Goldverzierter Bronzedolch aus Neumünster

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Goldverzierter Bronzedolch aus Neumünster

Beitragvon Blattspitze » 12.02.2020 14:48

Aus der älteren nordischen Bronzezeit - Der Hingucker des vergangenen Tages der Archäologie 2019 in Schleswig-Holstein:
" Tummuscheit ging auch auf den Fund des Jahres ein. „Der Dolch aus der Bronzezeit wurde schon 2008 in Neumünster gefunden und kam aus einem Nachlass zu uns“, erklärte sie. In der Archäologischen Zentralwerkstatt Schloss Gottorf wurde die 31 Zentimeter lange Waffe – vermutlich eine Grabbeigabe – restauriert. „Nur bei 14 von 441 untersuchten Schwertern und Dolchen in Schleswig-Holstein und Dänemark wurde das Verwenden von Gold festgestellt. In Schleswig-Holstein ist es der einzige Dolch mit Goldblechverzierungen an der Griffstange. Alle anderen haben sie am Knauf. Das könnte ein Ansatz für weitere Forschung sein“, so die Expertin."
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Re: Goldverzierter Bronzedolch aus Neumünster

Beitragvon Medivh » 12.02.2020 18:26

Danke für den Beitrag, bei dem mir direkt eine Frage aufkommt, die mir hier vielleicht jemand beantworten kann:

An für sich ist es ja so, dass wenn wir etwas nicht finden oder nicht feststellen können (in diesem Fall die Verwendung von Gold), damit nicht gesagt ist, dass es dies oder jenes nicht doch gab...

Meine Frage hierzu:

Gibt es heutzutage eine Methode oder Möglichkeit mit der man einen Überzug o. Ä. mit Gold respektive Edelmetallen nachweisen kann? Respektive hinterlassen diese irgend eine Art von chemischen Fingerabdruck/Spur mit der man auch bei Objekten, die keine sichtbare Goldverzierung mehr haben diese nachweisen könnte?
Alt ist man erst, wenn man zum Archäologen überwiesen wird.

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Re: Goldverzierter Bronzedolch aus Neumünster

Beitragvon nemetus » 21.02.2020 11:50

Medivh hat geschrieben:Danke für den Beitrag, bei dem mir direkt eine Frage aufkommt, die mir hier vielleicht jemand beantworten kann:

An für sich ist es ja so, dass wenn wir etwas nicht finden oder nicht feststellen können (in diesem Fall die Verwendung von Gold), damit nicht gesagt ist, dass es dies oder jenes nicht doch gab...

Meine Frage hierzu:

Gibt es heutzutage eine Methode oder Möglichkeit mit der man einen Überzug o. Ä. mit Gold respektive Edelmetallen nachweisen kann? Respektive hinterlassen diese irgend eine Art von chemischen Fingerabdruck/Spur mit der man auch bei Objekten, die keine sichtbare Goldverzierung mehr haben diese nachweisen könnte?

Am Objekt selbst, wenn die Oberfläche komplett wegerodiert ist, nicht. Dann sind die Goldatome nur in der direkt anhaftenden Erde oder Korrosionsschicht erhalten, wo sie auch nachweisbar sind (meist dunkel verfärbte Schicht ) .Bei nordischen bronzezeitlichen Funden ist das Gold aber kein galvanischer Überzug sondern ein sehr dünnes Goldblech (bis Folienstärke).Davon sollten allerdings immer Reste(eigentlich alles) erhalten bleiben. Kommt immer drauf an wer ausgräbt und wie gereinigt wird. Hast Du ein konkretes Beispiel?
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Re: Goldverzierter Bronzedolch aus Neumünster

Beitragvon nemetus » 21.02.2020 11:55

Blattspitze hat geschrieben:Aus der älteren nordischen Bronzezeit - Der Hingucker des vergangenen Tages der Archäologie 2019 in Schleswig-Holstein:
" Tummuscheit ging auch auf den Fund des Jahres ein. „Der Dolch aus der Bronzezeit wurde schon 2008 in Neumünster gefunden und kam aus einem Nachlass zu uns“, erklärte sie. In der Archäologischen Zentralwerkstatt Schloss Gottorf wurde die 31 Zentimeter lange Waffe – vermutlich eine Grabbeigabe – restauriert. „Nur bei 14 von 441 untersuchten Schwertern und Dolchen in Schleswig-Holstein und Dänemark wurde das Verwenden von Gold festgestellt. In Schleswig-Holstein ist es der einzige Dolch mit Goldblechverzierungen an der Griffstange. Alle anderen haben sie am Knauf. Das könnte ein Ansatz für weitere Forschung sein“, so die Expertin."
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Die beiden Schwerter die zusammen mit der Nebrascheibe gefunden wurden haben auch Gold an der Griffstange.
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Re: Goldverzierter Bronzedolch aus Neumünster

Beitragvon Medivh » 21.02.2020 12:36

Vielen Dank für die Antwort nemetus, nein ein konkretes Beispiel habe ich nicht. Als ich den Artikel las kam mir allerdings diese Frage in den Sinn ;)=
Alt ist man erst, wenn man zum Archäologen überwiesen wird.

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