Alter Schädel neu datiert

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Alter Schädel neu datiert

Beitragvon Fridolin » 10.02.2011 00:20

Alter Schädel neu datiert
Forscher entzaubern Steinzeitmann

Ein berühmter Schädelknochen aus der Steinzeit ist Tausende Jahre jünger als bisher vermutet. Sein Besitzer war also keiner der ältesten Neuankömmlinge aus Afrika in Europa - und das Neue Museum in Berlin muss seine Ausstellung umbauen.


http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 24,00.html
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Beitragvon Thomas Trauner » 10.02.2011 10:41

Uuups...den hatten wir als Abguss auch ein paar Jahre als Beispiel einer pal. Bestattung im Museum.
Was mich nun noch wundert, sind die "Beigaben", Klingen, jedenfalls nix mesolithisches. Obwohl, ich bin mir nicht sicher, bei Hauser kann auch mal was durcheinander geraten sein.
Tja...die Wissenschaft schreitet voran....
Lobenswert ist jedenfalls das Vorgehen in Berlin. Die Knochen waren bislang ein wirklich fester Bestandteil des Aurignacien-Kanons, dass alleine die Entscheidung, dies nachzuprüfen ein dickes Lob verdient.

Das Museum muss nun wirklich ein wenig umbauen, die Bestattung nimmt schon einen recht prominenten Platz im Bereich Altsteinzeit ein.

Thomas

PS: Was mich immer wunderte und wundert ist der dislozierte linke Oberschenkelknochen. Hoffentlich ist das Ganze keine Zusammenstellung verschiedener Gräber....
Thomas Trauner
 

Beitragvon Sikla » 10.02.2011 11:02

Ach Sch***, da hab ich doch genau jetzt in meiner Ausstellung noch die alte Datierung hängen.... Aber ist schon toll, immer wieder was neues... Viele liebe Grüße, Sikla
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Beitragvon ulfr » 10.02.2011 12:06

streifte der etwa 50-Jährige durch die eiszeitlichen Wälder.


Ist er nicht vielleicht doch durch die saftgrüne Wüste gestreift? Oder in tagheller Nacht langsam um die runde Ecke gerast? :D
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Beitragvon LS » 10.02.2011 13:06

Schluchz, also doch intrusiv... und dabei wäre das so schön mit den Aurignacien-Artefakten als Beigaben gewesen...
Es ist schon schade, dass die größen Kritiker bei archäologischen Altfundstellen meistens recht behalten. Otto!!!
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Beitragvon Thomas Trauner » 10.02.2011 13:36

LS, verstehe ich Dich richtig, dass im Prinzip der komplette Fundkomplex auf den Prüfstand gehört ?
So nach der Devise: "Wär hatz gemacht ?" "Ein Schweizer....?"

Thomas
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Beitragvon LS » 10.02.2011 14:08

Hallo Thomas,
schau mal hier, brandaktuell eingefügt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Combe_Cape ... den_Befund

Gruß L
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Beitragvon Thomas Trauner » 10.02.2011 16:56

Ahaaa...
Eine in Aurignacien Schichten vorgenomme Mesolithische Bestattung. Tz, tz, lob der Beachtung von Schichten und derer Störung.

Zu simpel... aber na ja, sei es der Grabungsmethodik geschuldet.

Ist aber auch blöd, dass die Mesolithiker aber auch so gerne alte Plätze für ihre Bestattungen aussuchten. Gibt´s ja öfters, diese Mesobestattungen an/in Abris/Höhlen, die natürlich auch pal.zeitliche Schichten beinhalteten.

Was mich immer noch wundert, ist der umgedrehte Humerus. Sehr eigenartig....

Thomas
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Combe Capelle

Beitragvon hunasiensis » 10.02.2011 23:33

Was mich immer noch wundert, ist der umgedrehte Humerus. Sehr eigenartig....

Braucht Dich nicht zu wundern, Thomas, die Knochen sind ja nicht in situ und wurden für's Photo nachträglich noch mal ausgelegt, und das nicht vor Ort, sondern bei Hausers Quartier in Laugerie Haute.

s. Almut Hofmann, Le Moustier und Combe Capelle, Berlin 2003, S. 39
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Beitragvon Thomas Trauner » 11.02.2011 09:51

Ah..merci, mon ami.
Ich kann mich eben nur noch an die stundenlangen Diskussionen im Museum erinnern, als wir den Abguß aufstellten. Die eine Seite beharrte auf den "umgedrehten" Humerus, die andere wollte ihn "normal" hinlegen. Die Begründung für den "umgedrehten" war...."Befund"-
was zu stundenlangen Diskussionen über die Bestattungssitten des Pal führte....

Thomas
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