Experimentelle Archäologie - nur ein schönes Hobby?

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Experimentelle Archäologie - nur ein schönes Hobby?

Beitragvon Sir_Meon » 11.01.2011 16:59

Hallo "Experten",

ich bin gerade dabei, mir ein Studium für das Herbstsemester diesen Jahres zu suchen. Ich interessiere mich sehr für Mittelalter, aber auch für Steinzeit. Ich bin selber Bogenschütze und interessiere mich auch sonst hauptsächlich für die damals "alltäglichen" Sachen im Leben dieser Menschen (oder eben Früh-Menschen :) ).
Gibt es da irgendeinen geeigneten Beruf bzw. Studiengang, der sich gerade auf solche Sachen konzentriert? In der Erde rumbudeln, sprich klassische Archäologie wäre zeitweise vielleicht ganz nett, aber mehrere Monate lang bestimmt nix für mich ;)
Hat mir da wer einen passenden Tipp?

Vielen Dank,
Sir_Meon
Sir_Meon
 

Beitragvon Chris » 11.01.2011 17:06

Hallo Sir-Meon,

hier ist es üblich, sich hier http://www.archaeoforum.de/viewforum.php?f=3 vorzustellen...
Me transmitte sursum, Caledoni!
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Beitragvon Sir_Meon » 11.01.2011 17:45

Schon erledigt :D
Wenns weiter nix ist...!
thx für den Hinweis, bei dem Umfang des Forums übersieht man gerne mal einen Baum vor lauter Wald... ;)
Sir_Meon
 

Beitragvon Hans T. » 11.01.2011 18:42

Ich bin mir nicht sicher, welche Vorstellungen du eigentlich von einem Studium der Vorgeschichte und der Tätigkeit eines Archäologen hast. "Buddeln" tun' die wenigsten, wenn überhaupt. Im Prinzip funktioniert "experimentelle" Archäologie eigentlich durch qualifiziertes Handwerk auf Basis wissenschaftlichen Arbeitens. Such dir also aus, in welcher Reihenfolge du was tun möchtest.

H
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Beitragvon ulfr » 11.01.2011 20:03

Einen eigenen Studiengang "ExpArch" gibts derzeit nicht, manche Unis bieten Veranstaltungen zum Thema an, z.B. Erlangen, Bamberg, Mainz, Kiel, Hamburg? Wie Hans schon schrieb - der Weg zur Experimentellen Archäologie führt in erster Linie über die Archäologie, Du kannst an relevanten Themen innerhalb des Fachs als Wissenschaftler arbeiten oder als Laie der Wissenschaft zuarbeiten. Alles jenseits der wissenschaftlichen Arbeit ist in dem weiten Feld zwischen Archäotechnik und Hobby angesiedelt, da empfiehlt es sich, ein Handwerk zu erlernen.
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Beitragvon Manu » 11.01.2011 20:17

ulfr schreibt:

Du kannst an relevanten Themen innerhalb des Fachs als Wissenschaftler arbeiten oder als Laie der Wissenschaft zuarbeiten. Alles jenseits der wissenschaftlichen Arbeit ist in dem weiten Feld zwischen Archäotechnik und Hobby angesiedelt, da empfiehlt es sich, ein Handwerk zu erlernen.


Das ist interessant, wenn du im Moment lieber "aktiv", also mit den Händen etwas produzieren willst.

A propos gibt es hier eine starke offene Pöcker-Fraktion ...
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Beitragvon S. Crumbach » 12.01.2011 07:37

Vielleicht ist das eine Idee zur Orientierung:
http://www.ijgd.de/In-der-Denkmalpflege-FJD.106.0.html

Dann solltest Du Wissen, ob "Deins" mehr die Praxis oder die Theorie ist.

Ansonsten ist es kein schlechter Ansatz ein Handwerk zu lernen und dann z.B. mit Kulturwissenschaften (auch an der Fernuni) weiterzumachen.

Das ergibt dann eine breite Basis zu beruflichen Orientierung.
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Beitragvon Blattspitze » 12.01.2011 09:01

Ansonsten ist es kein schlechter Ansatz ein Handwerk zu lernen und dann z.B. mit Kulturwissenschaften

Das erscheint mir richtig, besonders wenn man die Chancen, später von Archäologie "leben" zu können, realistisch einschätzt ...
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Beitragvon Bullenwächter » 12.01.2011 09:30

Kennst Du den Wikipedia-Artikel zur Experimentellen Archäologie?
Ist vielleicht noch nicht der Weisheit letzer Schluß aber dort findest Du einige weiterführende Informationen

http://de.wikipedia.org/wiki/Experimentelle_Archäologie

Ebenfalls sollte man sich einmal genau ansehen, was unter Experimenteller Archäologie verstanden wird, denn nicht alles was als solche verkauft wird ist auch welche...
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Beitragvon Steve Lenz » 12.01.2011 12:11

Hans, in Bayern gehört´s zumindest zum guten Ton, während des Archäologiestudiums gegraben zu haben - etliche private Firmen bilden ihren Grabungshelferstab aus Studenten.

Und ich muss sagen, dass das Graben für mich (Nichtstudierenden, jedenfalls nicht mit akademischen Ambitionen) eine der Schlüsselschwellen zum Experimentellen und Rekonstruierenden war. Aus Büchern alleine kann man nichts lernen, will man es seriös anwenden können. Andere können einem viel erzählen, erst wenn man sich selbst die Finger verbrennt weiss man, dass die Platte tatsächlich heiß ist. (Und man kann dann andere wiederum besser davor warnen...)

Zudem erdet is!
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Beitragvon Hans T. » 12.01.2011 19:10

Steve, das ist mir geläufig. Die Frage ist, wieviele es nach dem Studium immer noch tun. Und selbst wenn, wie hoch das Verhältnis zwischen Feld-und Schreibtischarbeit ist. Es herrschen ja immer noch Indiana-Jones-Vorstellungen von der Tätigkeit des Archäologen an sich.

H

(der übrigens das Graben gar nicht mal mag. Schmutzige Fingernägel und verbrannte Nacken...brrr.)
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