Archäologie einer Hippie - Kommune

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Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon Blattspitze » 01.04.2015 08:25

Erniedrigend:
Wenn es Hochkulturen gibt, stehen die anderen dann niedriger bzw. tiefer? Verdienen Hochkulturwissenschaftler mehr als die, die im mittleren Kulturen - Dienst tätig sind?
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon hugo » 01.04.2015 14:31

Den methodischen Ansatz find ich ausgezeichnet, weil die Wichtigkeit der Realquellen klar herauskommt.
Kriminalisten untersuchen auch lieber Tatorte und Spuren als sich auf Interpretationen der Medien zu verlassen.
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon FlintSource » 01.04.2015 22:59

Ausgesprochen nett. Erinnert stark an Rathjes 'Garbage Project', wobei auch alle mögliche 'Fakten' als völliger Unsinn entlarvt werden konnten.
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon ulfr » 02.04.2015 20:12

... Oder Traxlers "Die Wahrheit über Hänsel und Gretel" samt Ausgrabung des Pfefferkuchenhauses:

http://www.zeit.de/1963/43/ist-das-die- ... und-gretel
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon Medusa » 02.04.2015 20:18

Das war doch der Aprilscherz, oder? :27:
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon FlintSource » 03.04.2015 01:23

Entschuldigung, aber jeder sich seriös nehmender Archäologe sollte Traxler gelesen haben. Genau so wie David Macauleys 'Motel of Mysteries', um mal wieder den Blick klar zu bekommen, was wir da eigentlich hineininterpretieren.

Edit: Die Besprechung des Traxler'schen Opus aus dem Erscheiningsjahr 1963 hat auch große Qualitäten! Danke Ulfr, kannte ich noch nicht.
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon hugo » 03.04.2015 08:53

Das sollte auch in keiner ernstzunehmenden Bibliothek fehlen. Hier ist eine Chance, es zu erwerben.
http://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/Si ... q6cVh01ZZg
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon ulfr » 03.04.2015 10:54

Und auch die Khuza-Kultur darf selbstverständlich nicht fehlen:

http://www.tuareg.de/khuza/

Allerdings habe ich den leisen Verdacht, dass der amerikanische Archäologe sein Projekt ernst meint ... (?)
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon hugo » 03.04.2015 11:37

Die suggestofiktive Methode ist im Fach weit verbreitet ulfr. Sie wird nur selten als solche definiert.
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon LS » 03.04.2015 21:32

<Sofa-Modus an</Sofa-Modus>
Naja, vielleicht hatten die Hippies auch Schallplatten, die sie zwar besaßen aber eigentlich nie gehört haben? So ging es mir z.B., denn schließlich bestand ein enormer Posing-Faktor in der Tatsache, wieviele Platten man insgesamt als Regalmeter hatte. Was für ein Desaster für interpretierende Sachquellisten... :)
<Sofa-Modus aus/>
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon Blattspitze » 27.10.2016 13:44

Jetzt kommt auch eine deutsche "Hippie-Kommune" unter den Spaten, Grabungen werden für die "Republik freies Wendland" großen Erkenntnisgewinn bringen.

https://www.taz.de/Archaeologie-in-Nied ... /!5341394/

Mich würde in diesem Zusammenhang jedoch eine historisch-soziologische Untersuchung noch mehr interessieren: Was ist aus den "Republikanern" inzwischen geworden?
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon ulfr » 27.10.2016 19:17

Ich weiß, was aus einer geworden ist ... :11: :3:

Absolut spannend, fürwahr, aber da es noch Zeitzeugen gibt, bin ich dafür, die mageren Ressourcen innerhalb der Archäologie auf weiter zurückliegende Zeiten zu konzentrieren.
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon ulfr » 28.06.2018 10:45

https://www.zdf.de/nachrichten/heute/le ... e-100.html

Vielleicht sollte man auch mal den Nordmarkhallenplatz umgraben, um den Standort der legendären "Raupe" zu bestimmen, dort finden sich evtl. auch noch diverse Heiermänner, die wir damals als Steppkes nach Jahrmarktschluss übersehen haben.
Ich bleibe bei meinem vorherigen post!
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Re: Archäologie einer Hippie - Kommune

Beitragvon ulfr » 30.06.2018 14:50

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