Germanen und die Benuetzung von Pfeil und Bogen

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Beitragvon Lord Bane » 12.06.2009 12:47

FÜr den Fundort gebt mir bitte noch 2 oder 3 Tage Zeit ... dann kann ich euch gleich die Seitenzahl sagen ("Pfeil und Bogen zur Merowingerzeit
Eine Quellenkunde und Rekonstruktion des frühmittelalterlichen Bogenschießens" von Holger Riesch). Wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, dann war das der Fund in Altdorf.
Was ich 100% noch ausm Kopf weis ist, dass der Grab 21 Bogen aus Oberflacht (in Oberflacht gab es keine Blechtüllen an den Bögen) in der Rekonstruktion ein Zuggewicht von 350N hatte, was über 70# sind. Die Frage die man sich dabei stellen sollte ist, ob man mit "Kanonen auf Spatzen" oder lieber auf Infanterieverbände feuern sollte. Aufgrund des sauren Bodens wurden dort zwar keine Metallgegenstände gefunden, aber er schildert in seinem Buch, dass Alamannen häufig (bei Männergräbern) einerseits nur Jagdspitzen zusammen mit Spatha, etc. als Grabbeigaben verwendet haben, andererseits aber ein Mix aus Jagd- und Kriegsspitzen bei eher "ärmlicher" ausgestatteten Gräbern. Insofern gibt das auch wieder einen Hinweis darauf, von wem der Bogen im Krieg geführt worden war. (genaue Seitenzahlen liefer ich noch nach ... ich habe dieses Wochenende keinen Internetzugang).
Lord Bane
 

Beitragvon Lord Bane » 14.06.2009 17:15

Also ...
Ein mit einer Eisenblechtülle beschlagener Bogen wurde in der St. Martinskirche in Altdorf gefunden (alamannisches Grab). Das Grab ist auf 670n.Chr. datiert . Dort wurde der Vergleich mit Bögen aus Nydam (dänisches Moor) gezogen, wo D-förmige Bögen eine Eisenblech- oder Geweihtülle hatten. Die Funde sind aufs 2. und 3. Jhr. n.Chr. datiert worden. (Holger Riesch: Pfeil und Bogen zur Merowingerzeit, S. 24 bis 27.)

Die bereits von mir beschriebene Soziololgie mit den Beigabenfunden (Spatha, Schild, Lanze, Sax + Jagdspitzen, Sax + Jagd und Kriegsspitzen <= vereinfacht dargestellt) ist im selben Werk ab Seite 72 zu finden. Die meisten solcher Funde sind aus dem 5. und 6. Jhr. n.Chr. .
Lord Bane
 

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