Wie kommt der Skythe eigentlich zum Gold?

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Wie kommt der Skythe eigentlich zum Gold?

Beitragvon Fredewulf » 24.08.2007 11:47

Irgendwie ist ja schon merkwürdig, dass ein nomadischen Reitervolk solch reiche Schätze hinterläßt.

Haben Skythen eigentlich Bergbau, Goldwaschung, Rasenerzverhüttung etc. betrieben?
Setzt Metallverarbeitung Sesshaftigkeit voraus?
Fredewulf
 

Beitragvon Vladislawa » 24.08.2007 13:52

Also ich hab zwar noch wenig Ahnung von der Thematik, aber ich würde Beutezüge, Handel oder Ähnliches da nicht ausschliessen.. inwiefern das hier http://de.wikipedia.org/wiki/Gold_der_Skythen seriös ist mag ich nicht zu beurteilen. Da steht was von Herodot und Rohstoffquellen sowie von Auftragsarbeiten...
Vladislawa
 

Beitragvon Dain II. » 24.08.2007 17:32

Im Skythenland soll es Erzabbaustellen gegeben haben. Herodot schreibt aber bspw. bei den Massageten sie würden kein Eisen verwenden sondern nur Bronze und Gold da es in ihrem Land sehr haufig vorkommen würde. Und da es ja auch relativ sesshafte Skythen gab (Ackerbauskythen) würde ich Erzabbau etc. nicht ausschließen, auch wenn ich jetzt keine Belege dafür kenne. Das meiste Metall wird aber wahrscheinlich trotzdem durch Tributzahlungen, Handel und Beutezüge erwirtschaftet worden sein wie Vladislawa schon gesagt hat.

lg Stephan
Dain II.
 

Beitragvon Godehardt » 25.08.2007 10:42

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es vor 2-3 Jahren eine Sendung über die Bodenschätze der Skythen. Hier wurde auch über Goldabbau berichtet. Stollen wurden gezeigt, die belegten, dass Unter-Tage-Abbau betrieben wurde. Außerdem wurde die Sage vom Goldenen Vließ dahin gehend interpretiert, dass mit Schaf- oder Ziegenfellen als Sieb-Ersatz Gold gewaschen wurde (dass also die Argonauten im Kern der Sage wie übliche Piraten nur auf Gold aus waren). Gold führende Flüsse und Bäche wurden für die damalige Zeit als durchaus wahrscheinlich hingestellt.
Man muss auch nicht sesshaft sein, um Gold zu waschen. Wo genau laut dieser Sendung die Bergwerke lagen, kann ich nicht mehr sagen; ich vermute in Georgien. Die Goldwasch-Stellen müssen im Gebirge gelegen haben, da man für diese Technik ein Gefälle benötigt.
Viele Grüße
Erhard Godehardt
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Beitragvon Nika E.S. » 26.08.2007 21:33

:D
Mehr als schon gesagt wurd kann ich leider auch nicht beisteuern.
Die Reportage mit dem Vlies hab ich auch gesehen.
Ansonsten mit Sicherheit durch Handel - egal ob mit oder ohne Einverständnis der Handelspartner :wink:
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Beitragvon Fredewulf » 29.08.2007 13:47

Ein weiteres Problem ist wohl die notwendige Menge an Brennstoff. Holz ist ja in der Steppe eher knapp. (Wenn man natürlich selbst keine Erze verhüttung, sondern das Metall schon fertig "erwirbt", braucht man entsprechend weniger.)

Ethnologischer Exkurs: Die Schmiede der Tuareg (nordafrikanischer Nomadenstamm) sind die einzigen Tuareg, die traditionell sesshaft sind.
Vielleicht gab es ja ähnliches bei den Skythen.

Die prächtigen Ausstattungen einzelner Skythen deuten zumindest auf ein großes soziales Gefälle hin.
Fredewulf
 

Beitragvon Nika E.S. » 29.08.2007 21:23

Sagte Dain ja schon. Den historischen Quellen (Herodot) zufolge gab es einige Stämme die sesshaft waren, aber der Name 'Ackerbauskythen' deutet eher drauf hin daß sie angebaut haben und weniger verhüttet...
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