Kleidung

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Beitragvon Steve Lenz » 21.03.2006 10:47

Wie sicher ist zu sagen, dass dies die Überreste einer Hose sind? Das Stück Leder links im Bild sieht zwar einem Zwickel in der Tat ähnlich - muß aber keiner sein!

Meine Hirschlederleggings sehen aufgeklappt nicht anders aus! :idea:
Aus den Augen - aus dem Sinn.
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Beitragvon Hans T. » 21.03.2006 11:05

Überzeugt mich auf den ersten Blick auch nicht so.....auf eine ganze Hose zu schliessen, fällt mir etwas schwer.

H.
"Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war."
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Beitragvon S. Crumbach » 21.03.2006 15:11

Hallo Friedrich,
in der aktuelle AiD ist ein Bild von der "Hose", beschreiben nur als Beinkleid.
Das kann fast alles sein - aber etwas hosentypische sehe ich daraus nicht. :wink:
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Beitragvon Anne » 28.03.2006 09:41

Lederfund vom Schnidejoch

Hosenbein oder Legging? Ich denke, diese Frage ist nicht eindeutig zu klären. Auch Ötzis Leggings hatten unten und oben Löcher - nicht von Nähten, sondern von den Riemen, mit denen die Weite reguliert werden konnte.

Anne
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Beitragvon Thomas Trauner » 28.03.2006 12:43

Ich würde hier schon zur "Leggings" neigen.
A) weil einfachste Lösung
B) Analogschluß zum zeitgleichen Fund vom Hauslabjoch.

Außerdem wäre es bei der "beinröhre" leichter, sich nicht zu wundern, wo der Rest ist. :wink:

Th.
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Beitragvon Mela » 15.12.2006 14:08

Auf der Recherche mal wieder hier reingestolpert - und habe gleich eine, wahrscheinlich deutlich "veraltete" Antwort...

(Da ich K. Altdorfer kenne, DER Robenhausenspezialist...) - Das broschierte Stück aus Irgenhausen ist tatsächlich bronzezeitlich zu datieren. Schade...
Irgenhausen ist übrigens - wenn ich mich jetzt nicht gerade furchtbar täusche - einfach die Nachbarflur von Wetzikon-Robenhausen (so viel ich weiss, liegen die Fundstellen knapp an der Gemeindegrenze).

Liebe Grüsse

Mela
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Beitragvon Thomas Trauner » 18.12.2006 09:14

Der Verdacht wurde zwar schon länger geäußert, aber konkret noch nicht bestätigt.
Danke, Mela.
Es freut die Bronzezeitfraktion, weil jetzt die Baumsärge ein wenig Konkurrenz bekommen, aber die arme Neolithische hat jetzt ein Problem...

Thomas
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Beitragvon S. Crumbach » 18.12.2006 10:22

Danke Mela :wink: :wink: :wink:
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Ötzis Bekleidung

Beitragvon Metellvs » 05.06.2007 15:06

Rein zufällig bin ich heute im WDR über einen Bericht zu Untersuchungen über die Bekleidung Ötzis gestoßen. Die Untersuchungen wurden im Institut Hohenstein (hoffentlich habe ich mir das richtig gemerkt) in der Kältekammer und unter Zuführung künstlichen Schweißes vorgenommen. Der Forschungsleiter stellte dann als Ergebnis heraus, daß die aus verschiedenen Lederarten bestehende Kleidung auf keinen Fall für feuchte Zeiten oder lange Märsche über 10 km geignet gewesen wäre. Diese wäre dann entweder durch den Regen oder Schnee durchfeuchtet worden oder bei zu langen Märschen eben durch Schweiß. Eine Durcjtrocknung hätte danach dann etwa 6 Std. gedauert, und bei jeder Durchnässung wäre der Dichthalteffekt immer weniger geworden und hätte Ötzi eher geschadet als genutzt.
Metellvs
 

Beitragvon alpenueberquerer » 05.07.2007 13:40

moin moin
rein zufällig bin ich in dieser ausrüstung von bregenz bis nach bozen gelaufen, teilweise bis zu 14 stunden am tag, und eins ist doch klar, solange wie ich mich bewege und genügend nahrung zuführe werde ich nicht kalt. egal wie die ergebnisse aus einen labor sind.
setze ich mich dann hin fange ich an zu frieren und ich glaube das geht in moderner kleidung genauso.
bei regen oder schnee gibt es nur eins anhalten unterstellen und abwarten da hilft auch keine bastmatte.

in diesem sinne
alpenueberquerer
 

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