Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Moderatoren: Hans T., Nils B., Turms Kreutzfeldt, Chris, ulfr, Thomas Trauner

Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon Blattspitze » 17.07.2015 11:14

"Moral ist unsere letzte Religion. Das ist auch der Grund dafür, dass die Kirchen ihrerseits Religion im Wesentlichen auf Moral reduziert haben." Alexander Grau
Benutzeravatar
Blattspitze
 
Beiträge: 1909
Registriert: 17.11.2007 17:38
Wohnort: Hamburg

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon ulfr » 17.07.2015 11:25

An der Betäubung arbeiten wir derzeit noch:

Steinzeit-Keule-Steinzeitkeule-Urzeitkeule.jpg


Quelle: http://www.karneval-attacke.de/bilder/p ... tkeule.jpg
Die Einheimischen auf Borneo glauben, dass die Orang-Utans nur deswegen nicht sprechen, weil sie sonst arbeiten müssten.
Benutzeravatar
ulfr
Site Admin
 
Beiträge: 4495
Registriert: 05.04.2006 13:56
Wohnort: Wetterau

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon LS » 17.07.2015 11:50

Bohren allein macht aber nicht glücklich, oder? Wie ging´s dann weiter, nachdem die Karies weggebohrt war? Abgesehen davon, dass sich das gar nicht so schnell bohrt mit Steinbohrern, der Delinquent sich also bestimmt viele Stunden unangenehmer Prozeduren hätte hingeben müssen.
Also, ich weiß nicht...
Benutzeravatar
LS
 
Beiträge: 878
Registriert: 17.06.2009 10:25
Wohnort: Fränkische Schweiz

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon Trebron » 17.07.2015 14:42

Gab oder gibt es da vielleicht Pflanzensäfte, die einen für eine gewisse Zeit ( oder auch für immer :2: ) wegtreten liesen ?
Als Füllung könnte Harz oder BT helfen :5:


:mammut2:
Wer nur zurück schaut, sieht nicht was auf ihn zu kommt
Uff pälzisch: wä blos zurigg guggt, sieht net was uff`ne zukummd
Benutzeravatar
Trebron
 
Beiträge: 1859
Registriert: 02.01.2006 12:16
Wohnort: 67454 Haßloch

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon LS » 19.07.2015 20:07

Im Neolithikum wurde z. B. Birkenpech als Schmerzbeisser genommen. Das betäubt, ist durch den Betulengehalt aber auch nicht wirklich gesund. Im Allgemeinen hatten die Vorneolithiker ja super Zähne, deswegen ist eine Zahnbehandlung im Spätpaläolithikum als solche schon bemerkenswert. Hier der Original-Aufsatz:
http://www.nature.com/srep/2015/150716/ ... 12150.html
Benutzeravatar
LS
 
Beiträge: 878
Registriert: 17.06.2009 10:25
Wohnort: Fränkische Schweiz

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon FlintSource » 21.07.2015 09:13

Trebron hat geschrieben:Als Füllung könnte Harz oder BT helfen


Für das Neolithikum hatten wir das Thema bereits hier http://archaeoforum.de/viewtopic.php?f=121&t=4997&p=50517
Je größer der Dachschaden, desto schöner der Aufblick zum Himmel.
Karlheinz Deschner
Benutzeravatar
FlintSource
 
Beiträge: 807
Registriert: 16.08.2009 16:17
Wohnort: Dresden

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon Trebron » 21.07.2015 13:24

FlintSource hat geschrieben:
Trebron hat geschrieben:Als Füllung könnte Harz oder BT helfen


Für das Neolithikum hatten wir das Thema bereits hier http://archaeoforum.de/viewtopic.php?f=121&t=4997&p=50517



In dem Fred geht es wohl eher um Bienenwachs und Propolis, nicht um Harz oder Birkenpech.

Für letzteres gibt es ja als "Beleg" den "Steinzeitkaugummiklumpen" mit Zahnabdruck ;-)


:mammut2:
Wer nur zurück schaut, sieht nicht was auf ihn zu kommt
Uff pälzisch: wä blos zurigg guggt, sieht net was uff`ne zukummd
Benutzeravatar
Trebron
 
Beiträge: 1859
Registriert: 02.01.2006 12:16
Wohnort: 67454 Haßloch

Re: Zahnbehandlung vor 14.000 Jahren

Beitragvon TZH » 21.07.2015 21:11

Ich kann sehr gut vorstellen, dass mit einem Knochennadel-ähnlichen Dingsbumms das Raussziehn (raushebeln) gut und schnell klappen konnte und viele Völker kannten verschiedene Schönheitseingriffe am Gebiss, aber als Weissheitszahn-Opfer, halte ich das hier für grausam und unnütz. :)
Benutzeravatar
TZH
 
Beiträge: 553
Registriert: 28.02.2008 16:01
Wohnort: Domoszló, Ungarn


Zurück zu Jungpaläolithikum & Mesolithikum

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste