Hache polie

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Re: Hache polie

Beitragvon ulfr » 06.02.2014 10:04

Das scheint zu bedeuten, dass es hier um Bearbeitung von verschiedenen Materialien mit Steinklingen geht, nicht um die Behandlung von Steinklingen mit verschiedenen Materialien ...
Danke, Turmsi!
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Re: Hache polie

Beitragvon Turms Kreutzfeldt » 06.02.2014 10:14

Das sagt "sobre" und auch das sagen mir auch die Bilder zum Text, auf eine andere Idee bin ich jetzt gar nicht gekommen (und ich habe die Diskussion vorher nicht gelesen, bin davon also nicht beeinflußt)

Euer Turms
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Re: Hache polie

Beitragvon FlintSource » 08.02.2014 18:22

Die Experimente in La Draga (spätcardial Feuchtbodenfundplatz in Catalunya) sind durchaus interessant, da gab es ein Aufsatz in Bilanz 2012 (hier online https://www.academia.edu/4587909/Woodworking_technology_and_functional_experimentation_in_the_Neolithic_site_of_La_Draga_Banyoles_Spain_. Die Dame ist auch bei Academia.edu zu finden, leider auch nur mit spanischen/katalanischen Aufsätzen https://girona.academia.edu/AlbaMasclans.
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Re: Hache polie

Beitragvon Blattspitze » 12.01.2016 17:58

Aus Bouchain, Nordfrankreich, Grabung des vergangenen Jahres:
http://www.lavoixdunord.fr/region/bouch ... 63n2948346
Guckle-Übasezza:
Archäologen und Archäologiestudenten freiwillig in den regionalen Universitäten Hocke und Erdnägeln beendet. Sie akribisch sortiert und kratzte die Erde von unseren Vorfahren durchlaufen manchmal mit Blick auf das Hochwasser, manchmal die Hitzewelle.
Eine Axt unter den bemerkenswerten Entdeckungen
Dieses Jahr wird die Grabungsfläche wurde an die Ufer der Schelde erweitert, um das Leben dieser prähistorischen Menschen besser zu verstehen. Keine Lebensraum Spuren wurden gegen die von vielen gut erhaltenen Objekte Chronik der täglichen Arbeit dieser Menschen exhumiert entdeckt. Das Jahr 2014 wurde durch die Entdeckung von einem Kanu-Fragment (5 Meter) in ausgezeichnetem Zustand markiert, 2015 war keine Ausnahme: eine komplette Runde mit seiner Axt und Feuerklinge ausgegraben wurde. In einwandfreiem Zustand, als sie und 50 cm, hat es in den Büschen von einem unserer Vorfahren vergessen. Elemente der Schmuck, und der Entwurf eines Bootes auf dem Rand des Gewässers verlassenen auch belohnt die Bemühungen jener Geschichtsinteressierte.


Bild
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Re: Hache polie

Beitragvon ulfr » 13.01.2016 10:59

Jemand, der/die des Welschen mächtig ist, würde mir eine große Freude machen, wenn er/sie den Text richtig übersetzen könnte ... obwohl das Bild für sich spricht. Diese Art der Schäftung ist mir neu, zumindest in dieser Zusammenstellung, es gibt mesolithische Kernbeile aus Flint in Geweihschäftungen, und geschliffene Felsgesteinsbeile in Geweihtüllen, aber ein geschliffenes Flintbeil - danach siehts doch aus, oder? - in einer Geweihtülle ist neu.

Interessant wäre auch die Zeitstellung.
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Re: Hache polie

Beitragvon Blattspitze » 13.01.2016 11:29

Von denen gibt`s schon einige:
Culture Seine-Oise-Marne
z.B. hier
https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... f_0328.JPG
und hier, Endneolithikum:
Bild
Quelle:
http://www.inrap.fr/archeologie-prevent ... riode_id=7
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Re: Hache polie

Beitragvon FlintSource » 14.01.2016 14:10

Kein wunder, dass der automatische Übersetzer da Schwierigkeiten hatte. Typisch aufgeblähtes Französisch. Ich bin nahe an dem Original geblieben, um den Sprachgebrauch zu verdeutlichen.

Bouchain: Die Grabungen sind beendet, die vorgeschichtlichen Menschen haben für uns schöne Stücke zurückgelassen.
Die Grabungsflächen auf der jungneolithischen Fundstelle sind wiederverfüllt.

Archäologen und freiwillige Archäologiestudenten von den regionalen Universitäten sind fertig mit dem Herumhocken und den dreckigen Fingernägeln. Sie haben die Erde, auf dem unseren Vorfahren herumgelaufen sind, Überschwemmungen und Hitzewellen trotzend, akribisch abgekratzt und durchsucht.

Eine Axt unter den bemerkenswerten Entdeckungen.

In diesem Jahr sind die Grabungsflächen erweitert in die Richtung des Ufers der Schelde, um das tägliche Leben der prähistorischen Menschen besser zu verstehen. Spuren von Bewohnung [Anm. des Übersetzers: Gemeint sind wohl Häuser] sind nicht entdeckt worden, dagegen sind viele gut erhaltenen Gegenständen des täglichen Gebrauchs dieser Leuten ausgegraben. Das Jahr 2014 wurde gekennzeichnet durch die Entdeckung eines hervorragend erhaltenen, fünf Meter langen, Fragments eines Einbaums; 2015 blieb dahinter nicht zurück: Eine Axt konnte, komplett mit Stiel und Feuerstein-Klinge, freigelegt werden. Ebenfalls in einem ausgezeichneten Erhaltungszustand und mit einer Länge von 50 cm ist sie wohl von einem unserer Vorfahren im Gestrüpp vergessen worden. Schmuckstücke als auch ein am Ufer der Wasserfläche zurückgelassener Rohling eines Bootes [Anm. d. Übers.: Mehr kann ich da auch nicht raus machen] entschädigten ebenfalls die Mühen der Geschichtsbegeisterten.

Wir wetten, dass die Grabungen des nächsten Jahres dieses Material, das Teil ausmacht von unseren Wurzeln, vervollständigen werden.


Also mehr als Jungneolithikum steht nicht drin. Dafür habe ich auf der Schnelle hier http://halma.recherche.univ-lille3.fr/wp-content/uploads/2015/02/0615-0713_Bouchain-1.pdf den Aufruf für Freiwillige gefunde, wo eine Datierung Ende 4./Anfang 3. Millenium erwähnt wird. Das wäre also tatsächlich SOM.
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Re: Hache polie

Beitragvon FlintMetz » 14.11.2016 20:51

N´Abend zusammen,

hab gerade ein schickes Steinchen im Netz gefunden. DAS nenn ich mal einen Fund...

http://www.geologyin.com/2016/11/giant-jade-stone-worth-170-million.html#6HKu0zzr32fciCZY.99


Schöne Grüße...

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Re: Hache polie

Beitragvon FlintSource » 14.11.2016 22:16

175 Tonnen für 170 Milionen Dollar? Das ist etwa ein Euro pro Kilo! Wo können wir bestellen?
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Re: Hache polie

Beitragvon FlintMetz » 14.11.2016 22:30

Ja - ich glaube auch, dass da beim Preis etwas mit den Nullen nicht passt. Ansonsten bin ich für Sammelbestellung :-)))

Schöne Grüße...

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Re: Hache polie

Beitragvon TZH » 29.07.2017 09:28

Scrollt mal nach unten, das glaubt ihr nicht (Axtkopf in Baum hineingekeilt):

http://www.dayofarchaeology.com/experim ... xperience/
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