Axt oder Beil ?

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Axt oder Beil ?

Beitragvon Trebron » 15.01.2012 22:32

Steinklinge in Geweihschäftung mit eingesetztem Holzstiehl
Bild Bild BildBild

Das Geweihstück war ein Rest von einer zerlegten Lampe :4:
Zur Bildvergrößerung :
http://www.flickr.com/photos/35588839@N04/
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon Blattspitze » 17.01.2012 11:42

Ich kann hier leider die Bilder nicht sehen. Hast Du`s nach einem Pfahlbauten-Originalfund angefertigt?
Gruß M
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon Trebron » 17.01.2012 11:55

Halo Marquardt,

normal müsstest Du 4 Bilder sehen, ich sehe sie zumindest !? Versuche mal den Link auf Flickr

Die Beilklinge habe ich mal aus einem Abschlag so gefertigt was er hergegeben hat, ohne Vorlage.
Vom Geweihstück habe ich noch die Sprosse entfernt und ein Langloch eingearbeitet. Der Griff ist ein "angepasster" Stiehl einer kleinen Handaxt.
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon Blattspitze » 18.01.2012 16:09

Hallo Norbert,
jetzt kann ich`s sehen!
Uff, der Stiel ... bereitet mir ehrlich gesagt Schmerzen, ... sorry!
Wie wäre es, wenn Du deine großen Bastel Talente einmal dazu verwendest, konkrete archäologische Fundstücke nachzubauen?
Wenn Du Vorlagen suchst, frage einfach. Als Stiel hätte mir ein einfacher Haselstab wie vielfach in Geweihschäftungen gefunden, etwas besser gefallen. Nix für ungut, Norbert, insgesamt sieht es so aus, als wenn man damit etwas umhauen könnte :27: .
Gruß M
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon Trebron » 18.01.2012 20:46

Hast ja recht Marquardt, den Stiehl ( Esche ) werde ich noch überarbeiten und notfalls austauschen,
Mal sehen ob es sich in Ergersheim bewährt, oder ob die Klinge das Geweih sprengt !
Wenns hält, wirds umgebaut.

Ich habe zwar ein paar Vorlagen von Geweihschäftungen, abe mann sieht darauf nicht, wie die Form der Klinge im Inneren der Schäftung ausschaut. Man kann auch nie genug Vorlagen haben :4:

Im Museum in Herxheim liegt ein Geweihstück ähnlicher Form, da ist Schneidenseitig ein Stück ausgebrochen, so dass es ausschaut wie eine Geweihhacke, ich glaube eher an eine ausgebrochene Schäftung.
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon Blattspitze » 19.01.2012 13:55

Hier zur Anregung mal zwei Beispiele aus Nord - Fronkreisch zu, ich meine geschliffenen Silex-Beilklingen, in geglätteten Geweih-Zwischenfuttern:

http://www.inrp.fr/Tecne/histimage/zhache.html

und

Bild
http://www.inrap.fr/userdata/chr_fiche_ ... ille_2.jpg
aus Bardouville
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon ulfr » 19.01.2012 14:25

Hier ein Zwischenfutter aus Bodman am Südsee:

http://193.197.29.16/blm-web/showBigPic ... icbeanid=1

Achtung: Text lesen! Als Klinge wurde - als verkaufsfördernde Maßnahme - ein Allerweltskieselstein eingesetzt!!

Weitere Beispiele:

http://commons.wikimedia.org/wiki/File: ... 600_BC.jpg

http://jkoeninger.de/file/hs6/HS_06-Text.pdf

Seite 16
Die Einheimischen auf Borneo glauben, dass die Orang-Utans nur deswegen nicht sprechen, weil sie sonst arbeiten müssten.
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon Trebron » 19.01.2012 23:33

Danke M + U , da muss ich meine Geweihe nochmal sortieren.

An meinem Geweihstück war hinter der Sprosse und dem damit vorgegebeneb Schaftloch nix mehr, deshalb asymetrisch. Bei den meisten Fundstücken ist das Schaftloch ziemlich mittig, wohl wg Gewichtsausgleich.
Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ich die Klinge nicht noch schleifen soll, wenigstens partiell ???
Bis März ist ja noch ein paar Tage :mammut2:
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Re: Axt oder Beil ?

Beitragvon FlintSource » 18.02.2012 22:58

Irgenwie habe ich diesen Thread verpasst.

Blattspitze hat geschrieben:Wie wäre es, wenn Du deine großen Bastel Talente einmal dazu verwendest, konkrete archäologische Fundstücke nachzubauen? Wenn Du Vorlagen suchst, frage einfach.


Da schliesse ich mich 100%ig an, auch ich liefere liebend gerne Vorlagen und Anregungen.

Wenn das Stück aus dem Museum in Herxheim aus der LBK stammt, ist es mit an Sicherheit genzender Wahrscheinlichkeit keine Fassung oder Zwischenfutter, die sind (mir) in der LBK völlig unbekannt. T-Äxte sind dagegen nicht sehr häufig aber, sicher in der jüngeren und jüngste LBK, durchaus vorhanden.
Je größer der Dachschaden, desto schöner der Aufblick zum Himmel.
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