Kaseinleim

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Beitragvon Fredewulf » 31.03.2008 16:16

Vor Jahren hat mein Vater mal den Hühnerstall und auch die Obstbaumstämme gekalkt. Einfach mit Milch vermischt, kann man das streichen.
Wenn man einen Garten hat, kommt kann man den Sack vom Baumarkt durchaus noch unterbringen!
:rhino:
Zuletzt geändert von Fredewulf am 03.04.2008 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon XorX » 01.04.2008 06:51

Wenn du im süddeutschen Raum suchst nach ner Kalkbrennerei, wo man Sumpfkalk kriegt: Altmannstein zwischen Ingolstadt und Riedenburg... eine der letzten Kalkbrennereien in Baiern

XorX
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Münsterkalk

Beitragvon Stefan Deuble » 02.04.2008 07:06

Hab Kaseinleim bisher nur als Bindemittel für Leimfarbe benutzt. Magerquark mit einem Tuch auspressen, damit er entwässert wird, und Kalk reinrühren, Pigment dazu, fertig. Deckt, bindet nach dem Farbauftrag schnell ab, so dass man z.B. eine Schildbemalung mit Grundfarbe und Ornamenten fast in einem Zug übereinander fertigmalen kann. Die angerührten Farben halten sich in Deckelgläsern einige Tage, bis euch der Schimmel scheidet.

Den Kalk kaufe ich als Sackware in der BayWa, welche bei uns früher WLZ hiess, hat aber nicht jede Njiederlassung. Da heisst das Material "Münsterkalk" und ist spottbillig (15 oder 25 kg für 6 Euro, als ich das letzte Mal welchen geholt habe). Das wird eigentlich benutzt, um Hühnerställe damit zu streichen, die dadurch schön hell und dank der alkalischen Wirkung der Kalkfarbe gleichzeitig etwas desinifiziert werden.

Es gibt auch Leute, die mangels gelöschtem Kalk ihre Kaseinfarben mit Zement (!) anrühren. Geht offenbar auch.

Grüße,

Stefan
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Beitragvon Hans T. » 02.04.2008 20:55

Hmm. Eigentlich hab ich den Thread zum Thema Leim gestartet. Kaseinfarben sind mir wohlbekannt und nicht so das Thema. Es geht um wasserverträgliche (nicht -feste) Leimungen von Holz. Leim, Leim. Nicht Farbe.

H.
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Kaseinleim

Beitragvon Drechsler » 10.05.2009 18:32

Hallo Leimsucher
der Kaseinleim, damals kurz Kaltleim genannt, setzte sich in der Tischlerei nicht durch, weil er sehr starke dauernde Verfärbungen verursacht.
In anderen Berufen war er bis Mitte des vor. Jahrhunderts durchaus üblich, so in der Stellmacherei, vor allem aber kenne ich ihn vom Flugzeugbau in den 30er und 40er Jahren. Beim Bau von Segelflugzeugen in Holz wurde er , soweit ich weiss, ausschließlich verwendet.
Seit wann es ihn gibt: Keine Ahnung. Jedenfalls bin ich ihm auch bei sehr alten Möbelstücken (Restauration) nie begegnet.
Übrigens ist Kremer eine gute Adresse, auch für Tungöl, das nicht nach Schweinefett stinkt wie von anderen Lieferanten.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es !
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Beitragvon Hans T. » 10.05.2009 21:49

Es wäre auch eine kleine Überraschung, wenn dir Möbelstücke aus dem hier behandelten Zeitraum begegnet wären.... :wink:
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