Steinkiste aus Helgoland

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Steinkiste aus Helgoland

Beitragvon Blattspitze » 18.08.2014 15:02

Vor gut 120 Jahren wurde das Steinkistengrab von der Hochseeinsel nach Berlin gebracht. Seit dem Zweiten Weltkrieg bis 2008 galt es als verschollen.
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"Wir machen das älteste Stück Helgoländer Kultur wieder sichtbar", sagt der Leiter des dortigen Museums, Jörg Andres. Das Grab datieren Experten auf das 16. Jahrhundert vor Christus, also frühere Bronzezeit. Mehr als 70 000 Euro hat die Replik gekostet – finanziert vom Museum Helgoland, von der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und privaten Unterstützern. "Es ist das einzige Relikt, das den Reichtum der bronzezeitlichen Bewohner Helgolands durch den Abbau der dortigen Kupfervorkommen dokumentiert", sagt Marion Bertram, Kuratorin im Berliner Museum für Vor – und Frühgeschichte. Heute gebe es auf Helgoland keine Spuren der Bronzezeit mehr. "Umso wichtiger ist es, dass der Ursprung und die Bedeutung dieser Steinkiste rekonstruiert werden konnten", erklärt sie.

Bild
http://www.abendblatt.de/region/pinnebe ... rueck.html

Die erwähnte Replik dokumentiert jedenfalls für spätere Generationen den Reichtum der globalisierungszeitlichen Bewohner Deutschlands.
Die Steinkiste ist mir inmitten der ägyptischen Sarkophage im Lichthof des Neuen Museums in Berlin auch aufgefallen. Was ich mich frage: Warum wird nicht das Original nach Helgoland gebracht? Als reine Naturstein-Konstruktion mit Stahl-Korsett wäre das doch kein Problem gewesen?
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