Lederhosen bei Germanen?

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Beitragvon Jupp » 06.08.2009 23:03

Sind denn eigentlich die Lederfunde aus dem Hafenbecken von Pisa schon veröffentlicht?
Ich meine mich zu erinnern, das da mal was von "Bekleidung aus Leder" gefaselt wurde ...
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Beitragvon S. Crumbach » 07.08.2009 06:52

Im Ausstellungkatalog ist von Westenfragment die Rede und ich halte die Deutung auch für überzeugend.
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Beitragvon Jupp » 11.08.2009 08:00

So, ich bin nun auch keinen cm weiter gekommen. Habe sogar mit einem provinzialrömischen Arschäologgen darüber gequasselt, der seine Magisterarbeit zum Thema "`ömische Sättel" verwurstet hat.
Auch er hat keinen Hinweis, jedoch eine einleuchtende Erklärung, die sicherlich jeder Reiter nachvollziehen kann.
Denn in einer ledernen Hose hat man einfach einen besseren Halt im Sattel, besonders wenn keine Steigbügel vorhanden sind. (Macht für mich Sinn)

Weitere Überlegungen, warum Herr J. auf Lederhosen so pocht, kamen zum Schluß, das Herr J. aus dem Süden der Republik kommt und von daher lederne Kracher ... :razz:
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Beitragvon Chris » 11.08.2009 09:03

Lederhosen bei der röm. Reiterei - damit habe ich auch überhaupt kein Problem, die machen wie Jupp schon schrieb schlicht Sinn...

davon allerdings auf den gemeinen Fußgänger-Germanen zu schließen und dem auch Lederhosen "anzudichten" finde ich doch etwas gewagt

@ Indy: und über Doppelfeld und seine Lederhose reden wir nochmal :D
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Beitragvon Indy » 11.08.2009 14:09

@ Indy: und über Doppelfeld und seine Lederhose reden wir nochmal


Jederzeit Chris (auch da ist ja die "Beleglage" alles andere als unzweideutig :wink: )

Ich hab mir jetzt auch nochmal das "Hosenfragment" angesehn und kann - auch nach mehrmaligem Drehen der Abb. - nicht sagen, ob es mehr nach Hose oder Hemd aussieht. Ist auch kein Maßstab angegeben. Könnt eigentlich alles sein...
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Beitragvon Jan Rehder » 11.08.2009 19:15

Hallo zusammen,

Jupp, mit wem hast du denn da gesprochen ? Fr. Simon ? Und dann gibt es da noch jemand aus Mainz der seine Magisterarbeit drüber gemacht hat...

Markus Scholz, Martin Kemkes ?

Die sind alle irgendwie im Süden... ?

PS: falls sich jemand auf die Rekonstruktion im LImesmuseum Aalen beruft, die ist auch ohne Quellenlage nur aus Plausibilitätsgründen entstanden. nackt sollte der doch nicht sein, wäre ja republikanisch/ 1. Jhd vor.

PS: Ein guter Reiter braucht keine Lederhose, die ihn im Sattel fixiert, der (Hörnchen) Sattel muss

A, in den Hintern des Reiters passen (die Junkelmann ReKos sind alle, wenn man das Valkenburg Leder zugrunde legt zu groß, das Leder hat mit Korrektur der Lederschrumpfung eine Sattelfläche von 12" oder anders gesagt zwischen den Hörnchen sind ca. 30 cm. Da passt meine Wadeln rein

B, die Hose ist egal, nur arbeitet sich eine Wollhose sehr schnell auf und eine Leinenhose arbeitet sich in den Reiter. Man sollte vermeiden, mit nackten Unterschenkeln ein Pferd zu reiten, sonst epiliert man sich auf natürliche Weise sein Beinhaar (Aua) Gamaschen bzw. Wadenwickel sind seeeehr anzuraten.

mfg
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