Neues aus Schöningen

Palaeozoologie, Palaeobotanik und alle archäologischen Hilfswissenschaften, sowie Methodendiskussionen innerhalb der Archäologie.

Neues aus Schöningen

Beitragvon ulfr » 31.08.2015 09:07

Ich hab gestern im Paläon (Schöningen) gearbeitet, und anschließend hat Jordi mir die neuesten Funde aus dem Tagebau gezeigt. Darunter außerordentlich gut erhaltene Eierschalen, bei denen man sogar die Art bestimmen konnte:

http://www.uni-tuebingen.de/aktuelles/p ... raten.html

Ferner Belege für die Anwesenheit einer Säbelzahnkatze - u.a. hat man anscheinend einen von "Diegos" Knochen zum Steineklopfen verwendet! - und ein paar sehr interessante Flintartefakte, zu denen Andreas Benke und ich fachmännische Kommentare abgeben konnten. Mehr demnächst auf dieser Welle ...
Die Einheimischen auf Borneo glauben, dass die Orang-Utans nur deswegen nicht sprechen, weil sie sonst arbeiten müssten.
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Re: Neues aus Schöningen

Beitragvon Trebron » 01.09.2015 10:57

In Speyer ist am 10.September ein Vortrag darüber und ich bin leider nicht dabei :19:

http://archaeologie-speyer.gdke.webseit ... staltungen


:mammut2:
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Re: Neues aus Schöningen

Beitragvon FlintSource » 01.09.2015 22:18

Ganz spannend und absolut geiler Fund aber auf der Website ist zu lesen:

Dank der akribischen Arbeitsweise bei der Ausgrabung wurden die nur wenige Millimeter bis Zentimeter großen Funde in den Überresten der Sedimente entdeckt. Diese wurden sorgfältig mithilfe von Sieben geschlämmt.


Uuuhh, sind die jetzt beim Schlämmen oder auf der Ausgrabung entdeckt? Wenn ich Schlämme, wenn es dann auch gut gemacht wird ("Keine Hände in dem Sieb!"), bekomme ich alles was nicht gerade wasserlöslich ist, dafür muss ich nicht akribisch ausgraben. Stärker noch, fürs enthaltene Material ist es besser, als das Sediment unzerkleinert direkt auf den Sieb geschaufelt wird.
Je größer der Dachschaden, desto schöner der Aufblick zum Himmel.
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