Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Palaeozoologie, Palaeobotanik und alle archäologischen Hilfswissenschaften, sowie Methodendiskussionen innerhalb der Archäologie.

Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon parthian » 13.06.2012 13:14

Hallo!

Ich bin, wie wahrscheinlich gleich verständlich wird, neu hier und hoffe, ich poste gerade im richtigen Subforum.

Eine Freundin von mir ist iranische Austauschstudentin und arbeitet gerade an ihrer Doktorarbeit in Archäologie, Titel "A survey and study on the Parthian's pottery of Ashraf hills in Isfahan and their comparison with the Parthian's pottery in the South-West and South-East of Iran."
Nach der ersten Recherchephase in Deutschland ist sie momentan mit Ausgrabungen im Iran beschäftigt, und möchte bald mit Fundstücken wieder einreisen.
Nun hat sie mich gefragt, wo in Deutschland sie die dort ausgegrabene Keramik wissenschaftlich analysieren lassen kann, insbesondere auf Alter, Farbe und Material, und was so etwas ungefähr kostet.
Da ich nichts mit Archäologie zu tun habe, weiß ich gar nicht, wo das in Deutschland möglich ist, und auf was man achten muss, wenn man sich da jemanden für sucht. Gibt es große Unterschiede in Qualität und/oder Preis? Ist eine Spezialisierung auf das, was sie da zur Analyse mitbringt, notwendig - und wenn ja, nach welchen Stichworten sollte ich da suchen? Keramik? Vorderostasiatisch? o.O
Von daher würde ich mich sehr über eine Hilfestellung freuen, am Liebsten über eine konkrete Adresse, an die man sich für diesen Fall wenden kann.
In Deutschland lebt sie in Freiburg (Baden-Württemberg), etwas da in der Gegend wäre also wohl super - oder schickt man so etwas sinnvollerweise lieber durchs halbe Land, weil dann die Analyse viel besser ist und das Versenden der viel geringere Preisfaktor ist? Ich habe wirklich keine Ahnung. Hoffentlich könnt ihr mich aufklären. :)
Vielen Dank schon im Voraus!
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon LS » 13.06.2012 14:27

Hallo,
sie kann sich sicher gern mal hier vorstellen mit dem Projekt:
http://www.dainst.org/en/department/teheran?ft=all
(Kontaktadresse der Kollegin findet man dort.)

Grüße L
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon parthian » 13.06.2012 15:18

Vielen Dank! Die habe ich angeschrieben und warte auf Antwort.
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon Nils B. » 13.06.2012 19:40

Hallo Parthian,

LS hat Dir ja schon weiterhelfen können.
Dennoch wäre es nett, wenn Du Dich hier auch noch etwas ausführlicher vorstellen würdest.

Gruß,
Nils
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon parthian » 14.06.2012 12:13

Nils B. hat geschrieben:Hallo Parthian,

LS hat Dir ja schon weiterhelfen können.
Dennoch wäre es nett, wenn Du Dich hier auch noch etwas ausführlicher vorstellen würdest.

Gruß,
Nils


Den Hinweis, dass man normalerweise einen Thread eröffnet in dem man sich vorstellt, habe ich gesehen, als ich überlegte, in welches Subforum ich poste. Ich dachte aber, wenn ich nur einen Thread als nicht-Archäologin stellvertretend für eine Freundin schreibe, die gerade erst Deutsch lernt und eine Frage hat, ist das ein bisschen seltsam...
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon Nils B. » 14.06.2012 12:51

Diese Forum ist ja nicht nur für Archäologen, sonst wäre ich auch nicht hier :wink:
Und es soll, neben Austausch, Erkenntnis und Information, meines Erachtens auch das Interesse an Geschichte und geschichtlicher Darstellung an sich wecken.
Vielleicht gelingt das ja auch bei Dir. Und dann wäre es einfach schön, wenn man etwas mehr über das Gegenüber erfahren darf.
Also sieh' meinen Post als Einladung.
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon Hans T. » 14.06.2012 16:21

Gleichwohl seltsam, dass ihr Doktorvater bzw der Lehrstuhl bzw die dortigen Assistenten nicht weiterhelfen können. Das DAI kennt doch eigentlich jeder, der Archäologie richtig schreiben kann. Bei Austauschstudenten könnte das DAI schon aufspringen.

Falls ihr zudem klar ist, was genau sie eigentlich analysiert haben will, könnte ggf das RGZM in Mainz mit einzelnen Analysen weiterhelfen. Sie sollte sich aber wirklich vorher informieren, welche Anyalysen sie will bzw. bei Keramik überhaupt machbar und sinnvoll sind bzw wie sie ihren Diskussionsschwerpunkt setzt (naturwissenschaftlich oder kunsthistorisch etc.).
"Des is wia bei jeda Wissenschaft, am Schluß stellt sich dann heraus, daß alles ganz anders war."
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Re: Wo in D "Parthian pottery" wissenschaftlich analysieren?

Beitragvon parthian » 14.06.2012 17:15

Hans T. hat geschrieben:Gleichwohl seltsam, dass ihr Doktorvater bzw der Lehrstuhl bzw die dortigen Assistenten nicht weiterhelfen können. Das DAI kennt doch eigentlich jeder, der Archäologie richtig schreiben kann. Bei Austauschstudenten könnte das DAI schon aufspringen.

Falls ihr zudem klar ist, was genau sie eigentlich analysiert haben will, könnte ggf das RGZM in Mainz mit einzelnen Analysen weiterhelfen. Sie sollte sich aber wirklich vorher informieren, welche Anyalysen sie will bzw. bei Keramik überhaupt machbar und sinnvoll sind bzw wie sie ihren Diskussionsschwerpunkt setzt (naturwissenschaftlich oder kunsthistorisch etc.).


Meine erste Idee war auch, sie solle zuerst ihre Betreuerin fragen. Das hatte sie bereits, und die Info bekommen "im Internet gäbe es da ganz viel". Mit der war sie sehr unglücklich und überfordert, aber zu iranisch-höflich um das übermäßig deutlich zu machen.
Aber die Antwort der Betreuerin hat mich auch irritiert.
Das RGZM ist das römisch-germanische Zentralmuseum? (http://web.rgzm.de/)?
Da die Fundstücke ja – wenn ich mir das richtig zusammen gepuzzelt habe – aus der vorderasiatischen Archäologie sind, passt das vom Schwerpunkt? Oder ist das für die Analysen ohnehin egal? Oder ist das davon abhängig, ob sie eben naturwissenschaftliche oder kunsthistorische Analysen macht? Bevor ich da hinschreibe, warte ich auf Deine Antwort.

So oder so - ob Naturwissenschaftlich oder kunsthistorisch frage ich sie mal.
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