Gürtelgehänge des Biederer "Schneewittchens"

Träger der Kulturen der Völkerwanderungszeit bis zu den Anfängen des frühen Mittelalters

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Beitragvon Indy » 20.01.2009 12:33

C. Koepfer hat geschrieben:Wie kommst Du denn in diesem Zusammenhang auf DEN Begriff? :o


Der Begriff taucht in mehr als einem Grabungsbericht und diversen Monographien auf, meist tatsächlich wenn es um die Besprechung/Interpretation von Gürtelgehängen (bzw. deren Bestandteilen) geht.
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Beitragvon C. Koepfer » 20.01.2009 12:55

O.K. :o
"Wild guess", würde ich sagen.

Hab gerade den Wiki-Eintrag gelesen. Habe das Wort nur i.e.S. verwendet gekannt, bzw. verwendet, das ist aber wohl so, da die Althistoriker sich öfters moderneren Begriffsdefinitionen zu verweigern scheinen.... :lol:
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Beitragvon Gotfrid » 30.01.2009 23:53

So ein ähnliches Gehänge, komplett aus Eisen hat man in Grab Nr.10 in der Kirche von Lahr-Burgheim gefunden.
Drei Gliederketten aufgehängt an einem Triangel mit Ringen ca. 3cm groß, aus dem 7.Jhd.

Was ähnliches habe ich auch in einer Ausstellung im Elsass gesehen, nur fällt mir der Name des Fundortes nicht mehr ein...

Gruß Gotfrid
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Beitragvon Beate » 31.01.2009 07:54

Dago hat geschrieben:Die Eisenringe, sind recht groß (ca 7 - 8 cm) sind es die mir aufgefallen sind. Das Kamm, Schere und Muschel ( und eine Glasperle) am Gehänge waren ist ja oft Belegt. Aber eine Folge von solchen recht großen Ringen ist mir nicht bekannte.


Zufällig sind mir auch grad ein ähnlicher Fund hier im Norden aufgefallen:
Sievern, Ldkr. Cuxhaven, 5 aneinanderkorodierte Eisenringe, Durchmesser 3,3 bis 7,1 cm.
Über die Lage kann nichts gesagt werden (kein Leichenschatten), es wird aber ein Gürtelgehänge vermutet. Als Vergleichfund werden 8 Bronzeringe in einem Körpergrab am Galgenberg in Cuxhaven genannt. In Flögeln-Voßbarg soll es einen ähnlichen Fund geben, das wird hier aber nur am Rande erwähnt.
Zeitstellung: 4./5. Jhd. n. Chr.
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