Wir Väter warn?s

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Wir Väter warn?s

Beitragvon ulfr » 27.10.2009 19:26

Die Einheimischen auf Borneo glauben, dass die Orang-Utans nur deswegen nicht sprechen, weil sie sonst arbeiten müssten.
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Beitragvon Thomas Trauner » 28.10.2009 09:24

Im Vergleich mit anderen Säugetieren stimmt?s offenbar tatsächlich.

Zitat:
Also, anthropologists speculate that the relative helplessness of human children has made multiple caregivers a vital necessity - that encourages bringing dad into the picture.


Die Beobachtung, dass Väter nun doch eine Rolle spielen, beruhigt einerseits die Gemüter und wirft anderenseits natürlich auch die Notwendigkeit der Hinterfragung der "Familienmodelle" der Frühzeit auf.
Wenn das Kind hier positiv und nicht gleichgültig reagiert scheint mehr dahinter zu stecken als nur "modernes" Rollenverständnis.
Ich denke, da liegt vielleicht wirklich der Schlüssel unseren "Erfolgs", trotz der Hilflosigkeit der Babys.
Soziale Interaktion führt zur Nutzung der Hirnmasse, zur Sprache, dient der Sicherung der Gruppe, der Entwicklung von Ideen bis hin zu Jenseitsvorstellungen und dem Begreifen der Welt.
Ich denke mir das so, dass uns die Evolution eben die Hirnmasse liefert, die Gruppe jedoch die Nutzung.

Thomas
Tutenchamun was Nofretete ?
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Beitragvon Joze » 28.10.2009 12:54

Hi!
Thomas - endlich haben wir die selbe Meinung! Das habe bei dir vermisst in Thread wo war Kunstentstehung und Evolution in frage - die soziale Komponente. Nur was auch sozial funktional-technisch gut und ekonomisch war - hat in Evolution überlebt und neue "Gehirnmasse" nach vorne entwickelt/geprägt.

Wir haben in Magister zwei Jahre (4.Semester) Sozialisationstheorie gehört und 10 000 Seiten Stoff für Prüffung gehabt. Möchte sagen - dass auch meine Stellung ist, dass alle Normen, die sozial geregelt und vermittelt den Kindern wurden, von beiden "komplämenteren" Polen/Seiten sind: von Frauen(Mutter) und von den Männern (Väter). Mutter geprägt die Struktur Ego mit sich - Vater den Ethischen Ideal "Superego" = Ethische Regel, was heisst Verbot und "NEIN!" Mutter bedeutet "mich" - Vater "die andere" und Verbot kommt immer von den anderen. Vater bedeutet "Anpassung" und sogar einen Rivallen gegen mich, der zwischen mich und der Mutter steht und symbolische Überwindung von diesen Konflikt nennen wir Oidipuskompleks-Lösung.
Das ist schon das erste wo alles anfängt und dadurch die Babys oder Kleinkinder in ihren Wachstum- inklusive "Gehirnreiffung" entsprechende Strukturen die damit direkt verbindlich sind und als weiteres verbindlich noch mit Verhaltensmustern sind, entwickeln und internalisieren. Im Kern geht um Phisiologisch-Neurologische Prosessstrukturen, die immer wieder in dieser Interaktion entstehen und jeden Individuum "programieren" - das nennen wir Sozialisation. Und ohne die exisiert keine Gesellschaft keine Gruppe und wenn eben diese Sozialisat.prosezze nicht zur überleben jeder Gesellschaft mitbringen, - überleben diese Prozessmechanismen nicht. Darum existieren wir!
Vater und Mutter bedeuten also einen "Bezugsreitz/Impulz" zum "Gehirnwachstum" (kurz).
In Leben brauchen wir beide Verhaltensmuster!
Natürlich gibt's auch Ausnahmen - Kulturen, wo sogar diese soziale Rollen umgekährt sind und wo Frauen die kurzhaarige Jägerinen sind und die langhaarigen geschmückten Männer die Kinder zu hause besorgen ...
Das war Grundthese, die hat uns unsere Professorin dr. Vesna Vuk-Godina beigebracht (UNI Maribor).

Vielleicht kann uns mehr noch unserer Psychoanalythiker da sagen .... (Steinlauss?)

Joze
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