Denken wie die Urmenschen

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Denken wie die Urmenschen

Beitragvon ulfr » 29.04.2009 12:10

Der Mensch hat im Laufe der Evolution viel gelernt - nicht alles erweist sich heutzutage als nützlich. Freund-Feind-Schemata und Pauschalisieren, das Suchen nach Mustern und monokausalen Zusammenhängen - der Literaturwissenschaftler Karl Eibl warnt vor den Gefahren dieses Steinzeit-Erbes. mehr ...
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Beitragvon Thomas Trauner » 29.04.2009 16:09

Der Artikel scheint mir recht ausgewogen.. :D Achtung Wortspiel... :D

Im Ernst:
Vielleicht durch das Interesse an der Genetik und den Mechanismen der Evolution verursacht, tauchen ja immer wieder Artikel, Gedankengänge oder ganze Bücher zu unserem evolutionären Erbe auf.
Mich verwundert der Widerstand, der immer wieder bei solchen Aussagen auftaucht, schon ein wenig.
Leiden wir immer noch unter der ?Krönung der Schöpfung?-Idee ? Ist der Glaube an die ?Kraft? der Zivilisation, der Widerwille gegen die uns inne liegende natürlichen Gegebenheiten immer noch so ausgeprägt ?
Glaubt irgendjemand tatsächlich, dass unsere Kultur biologische Gegebenheiten tatsächlich ausmerzt ?
Ich befürchte es.
Wenn man nur zwei Minuten darüber nachdenkt, tun sich Welten auf. Das geht von ?Zivilisierung? der ?Naturvölker? über Rassismus bis hin zu religiösen Vorstellungen, die letztlich (fast) alle eigentlich nur riesige Abbilder einer Familienstruktur sind.
Da muss noch einiges gedacht werden, dass wir uns im 21. Jh. endlich von den viktorianischen Weltbildern lösen....

Wirklich problematisch wird es, wenn man die Folgen des offenbar beschränkten anthropozentrischen Denkens, bzw. des ererbte Denkvermögens auf den naturwissenschaftlichen Bereich ausdehnt. Da kommt man/frau echt ins Straucheln...

Offenbar hatten die Griechen mit den Schatten an der Höhlenwand oder den drei Blinden und dem Elefanten doch recht.

Oder anders: Freies Denken und Forschen führt uns aus dem Gefängnis des Gehirns.
Es führt uns auf den Gefängnishof.....

Thomas
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Beitragvon ulfr » 29.04.2009 20:55

Erzählst Du die Geschichte von den 3 Blinden und dem Elefanten? Die kenn ich noch nicht ...
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Beitragvon Steve Lenz » 30.04.2009 07:45

Aus den Augen - aus dem Sinn.
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Beitragvon ulfr » 30.04.2009 10:41

Danke!
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Beitragvon KatrinA » 30.04.2009 11:54

@Thomas:
Wenn es um "echte" Fragen der Evolution der Menschheit geht, dann ist es was anderes. Aber ich kann die ablehndende Reaktion vieler Leute gut verstehen (teile sie zum Teil), weil die Masse der öffentlich bekannten Äußerungen grob vereinfachend oder schlicht falsch sind und in der Regel mehr über das engstirnige Denken der Verfasser aussagen als über das unserer Vorfahren.

Ich denke da an Werke wie "warum Frauen schlecht einparken können" und darin verbratene Thesen nach dem Muster "die Fähigkeit von Frauen / Männern zu XXX ist besser / schlechter entwickelt als beim anderen Geschlecht, weil sie in der Frühzeit der Menschheit nur die Aufgabe Y, nicht aber die Aufgabe Z ausführten."

OK, es ist Mittag, ich geh dann mal Pilze sammeln und verirre mich hoffentlich nicht auf dem Rückweg... Mahlzeit!
KatrinA
 

Beitragvon Blattspitze » 30.04.2009 14:31

Ich fürchte allerdings auch, dass wir weniger frei in unseren Entscheidungen sind, als es der post-philosophisch westliche, duch Werbung und Medien gesteuerte Individualitäts-Wahn postuliert. Die Gemeinschaft weiss, dass Autofahren eine Sünde gegenüber kommenden Generationen ist, die Egoisten wollen jedoch nicht darauf verzichten.

Andererseits gibt es unzweifelhaft die Freiheit des Individuums, sonsten wäre ja Verantwortung nur eine Vorstellung. Schrecklicher Gedanke der Klotz-Materialisten.
Aber die tierisch - bis steinzeitliche Komponente in uns macht ja auch Spass ...
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